Studie

86,9 %

sind der Meinung:


Es geht im Profifußball nur noch um noch mehr Geld

86,3 %

sind der Meinung:


Die derzeitigen Spielergehälter und Ablösesummen sind realitätsfremd

83,3 %

sind der Meinung:


Der Profifußball muss aufpassen, dass er sich nicht noch mehr vom Fan entfernt

das steckt dahinter

Studie
im Detail

Der insgesamt 68-seitige Gesamtbericht erläutert die Ergebnisse der qualitativen Fokusgruppeninterviews sowie der quantitativen Fragebogenerhebung im Detail. Hier soll als kurzer Auszug aus den Gesamtergebnissen lediglich die Top-10-Probleme des deutschen Profifußballs sowie die fünf höchstbewerteten Lösungsansätze genannt werden:

Die Top-10-Probleme des (deutschen) Profifußballs:
Die derzeitigen Spielergehälter und Ablösesummen sind realitätsfremd. (9,3%)
Indem die Top-Clubs die großen Geldtöpfe abgreifen, kommt es zu einer Wettbewerbsverzerrung innerhalb der Liga. (9,2%)
Die Zerstückelung des Spieltags aufgrund der Fernsehvermarktung geht zu weit. (8,1%)
In der Champions League gibt es zu viel Geld für immer die gleichen Mannschaften. (8,0%)
Es geht im Profifußball nur noch um noch mehr Geld. (7,7%)
Den Funktionären scheint das Geld wichtiger zu sein als der Fußball an sich. (7,4%)
Durch das viele Geld hat der Profifußball längst den Bezug zum realen Leben verloren. (6.8%)
Der Profifußball muss aufpassen, dass er sich nicht noch mehr vom Fan entfernt. (6.0%)
In der Bundesliga herrscht zusehends Langeweile. (5,7%)
Bei der derzeitigen Entwicklung des Profifußballs bleiben die Interessen der Fans auf der Strecke. (5,6%)
Basis: insgesamt 17.330 befragte Fußballfans, März 2017, Angaben in Prozent. Angaben beziehen sich hier auf 39.958 Stimmen (da Mehrfachantworten zulässig).

Die Top-5-Lösungsansätze für die Probleme des (deutschen) Profifußballs:
Der Profifußball braucht klare finanzielle Regeln. (17,1%)
Durch gerechtere Umverteilung der TV-Gelder sollte wieder mehr sportlicher Wettbewerb ermöglicht werden. (16.5%)
Die Gehälter der Spieler sollten eine bestimmte Grenze nicht übersteigen. (12,3%)
Es sollte eine Rückbesinnung auf fanfreundliche Anstoßzeiten erfolgen. (11,9%)
Um Faninteressen stärker zu berücksichtigen, sollten Profifußballvereine verpflichtet werden, in ihrem obersten Kontrollgremium (z.B. Aufsichtsrat) mindestens einen Fanvertreter zu installieren. (10,0%)
Basis: insgesamt 17.330 befragte Fußballfans, März 2017, Angaben in Prozent. Angaben beziehen sich hier auf 32.787 Stimmen (da Mehrfachantworten zulässig).

Um ein möglichst breites und realistisches Meinungsbild unter deutschen Fußballfans zu generieren, wurde eine zweistufige Methodik mit drei vorgelagerten Fokusgruppeninterviews (qualitativer Ansatz) und einer anschließenden Fragebogenerhebung (quantitativer Ansatz) gewählt.

Die Studie wurde aus eigenen Mitteln der Mitglieder finanziert und ist damit unabhängig und neutral.

Eckdaten Fokusgruppeninterviews:
Anzahl und Dauer: drei Fokusgruppeninterviews (jeweils 90 Minuten)
Erhebungszeitraum: Januar und Februar 2017
Erhebungsort: Methoden- und Innovationslabor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen
Grundgesamtheit: deutschsprachige Fußballfans ab 14 Jahre
Stichprobe: insgesamt 25 Probanden unterschiedlichen Alters (22 bis 58 Jahre), unterschiedlicher Schulbildung, unterschiedlichem beruflichen Hintergrund und unterschiedlicher Lieblingsvereine der 1. und 2. Fußballbundesliga (u.a. FC Bayern München, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, FC Schalke 04, SC Freiburg, VfB Stuttgart, Karlsruher SC, SV Sandhausen)
Ziel: explorative Identifizierung der dringendsten Probleme im deutschen Profifußball sowie von möglichen Lösungsansätzen. Fokusgruppeninterviews entsprechen einem qualitativen Forschungsansatzes, der aufgrund der kleinen Fallzahlen zwar niemals repräsentativ sein kann, aber dennoch hervorragende tiefgründige Ergebnisse zu produzieren imstande ist.

Eckdaten Fragebogenerhebung:
Online-Erhebung (CAWI)
Erhebungszeitraum: 3. bis 20. März 2017
Erhebungsinstrument: standardisierter Fragebogen
Grundgesamtheit: deutschsprachige Fußballfans ab 14 Jahre
Stichprobe: im Internet aktive, deutschsprachige Fußballfans ab 14 Jahre (Selbstselektion). Insgesamt nahmen 17.330 (!) Fußballfans an der Befragung teil.
Datenauswertung: anhand des Statistikprogramms SPSS (April 2017)
Ziel: Quantitative Überprüfung der in den Fokusgruppeninterviews generierten Ergebnisse und Erhebung eines breiten Meinungsbildes.*

*Aufgrund des sogenannten „Stichprobenparadoxon“ und der Selbstselektion kann man die Ergebnisse unter streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht als repräsentativ bezeichnen. Aufgrund der breiten Datenbasis ergibt sich aber dennoch ein äußerst realistisches und aussagekräftiges Meinungsbild. Unter Stichprobenparadoxon versteht man folgenden Sachverhalt: ohne die vollständige Kenntnis der Eigenschaften einer Grundgesamtheit ist eine Überprüfung der Qualität einer Stichprobe nicht möglich. Da man keine genaue Aussage über die Zusammensetzung der Grundgesamtheit (hier: deutschsprachige Fußballfans ab 14 Jahre) treffen kann, kann man auch kein nach wissenschaftlichen Standards wirklichkeitsgetreues (=repräsentatives) Abbild der Grundgesamtheit darstellen. Leider werden im Fußballbusiness immer wieder Studien als repräsentativ gekennzeichnet, ohne tatsächlich repräsentativ zu sein.

Mit drei durchgeführten Fokusgruppeninterviews sowie einer quantitativen Befragung von 17.330 deutschsprachigen Fußballfans, handelt es sich bei dieser Studie um die derzeit größte wissenschaftliche Untersuchung im deutschen Profifußball. In Anbetracht der Tatsache, dass die Verteilung der unter den Befragungsteilnehmern vertretenen Lieblingsvereine mit nur wenigen Ausnahmen mit der zum Befragungszeitpunkt aktuellen Zuschauertabelle der 1. und 2. Fußballbundesliga übereinstimmt, kann davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse dieser Befragung dem realistischen Abbild der Wirklichkeit entsprechen. Zwei Drittel aller befragten Fußballfans (66,5%) sind der Meinung, dass die Vermarktung von Fußballvereinen notwendig ist im Profifußball. Dieses Ergebnis ist elementar wichtig im Hinblick auf die Seriosität dieser Befragung und ihrer Eignung als Grundlage für eine dringend benötigte Diskussion. Es handelt sich bei den hier befragten Fußballfans eben nicht um grundsätzliche Gegner des Fußballbusiness, die pauschal gegen alles und insbesondere die Fußballkommerzialisierung sind. Vielmehr unterstützt dieses Ergebnis empirisch die in den Fokusgruppeninterviews beobachtete Haltung der Teilnehmer: die große Mehrheit sind Fans, die den Fußball lieben, den Profifußballvereinen auch das Recht zur Vermarktung zugestehen, die sich gleichzeitig aber auch um die Entwicklung des Profifußballs sorgen und die Probleme klar beim Namen nennen. Insofern sollte diese Studie von den Entscheidungsträgern des deutschen Profifußballs ernst genommen werden. Die größten Probleme des (deutschen) Profifußballs basieren der Untersuchung zufolge vor allem auf dem primären Streben (der Profifußballvereine, der Funktionäre, der Spieler und ihrer Berater) nach noch mehr Geld, der ungleichen Verteilung dieser Gelder und den sich daraus ergebenden negativen Folgen für den Profifußball (Entfremdung, Realitätsverlust, Wettbewerbsverzerrung, Langeweile). Im Endergebnis bleiben bei dieser Entwicklung die Fans auf der Strecke. Insbesondere drei Ergebnisse sollten den Entscheidungsträgern im Profifußball zu denken geben: Mehr als Dreiviertel aller befragten Fußballfans (78,4%) haben den Eindruck, dass den Funktionären das Geld wichtiger zu sein scheint als der Fußball an sich. Acht von zehn befragten Fußballfans (83,3%) sind der Meinung, der Profifußball müsse aufpassen, dass er sich nicht noch mehr vom Fan entfernt. Und mehr als jeder zweite befragte Fußballfan (51,4%) gab an, sich früher oder später vom Profifußball abzuwenden, sollte sich die Fußballkommerzialisierung weiterhin so entwickeln. Um die aktuellen Probleme im (deutschen) Profifußball ein Stück weit zu beheben, sind nach Meinung der befragten Fußballfans in Zukunft klare finanzielle Regeln erforderlich. Ein Beispiel dafür könnte die Einführung eines salary caps sein, der die ständig wachsenden Gehälter der Spieler begrenzt. Zudem sprechen sich die befragten Fußballfans für eine Rückbesinnung auf fanfreundliche Anstoßzeiten sowie eine gerechtere Verteilung der TV-Gelder aus, um auch hier wieder für mehr Wettbewerb innerhalb der Liga zu sorgen. Darüber hinaus ist die Stärkung von Faninteressen ein großes Thema, etwa durch die Verpflichtung von Profifußballvereinen, in ihren obersten Kontrollgremien (i.a.R. der Aufsichtsrat) einen gewählten und qualifizierten Fanvertreter zu installieren.

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