Mein Weg zur Profifußballerin – Exklusive-Einblicke mit der DFB-U16-Trainerin

DFB Frauen-Nationalmannschaft
Laenderspiel-Massnahme
EM-Qualifikation, Euro-Qualifiers, GERGRE IRLGER
27112020, Griechenland, Audi Sportpark Ingolstadt
01122020, Irland, Tallaght Stadium Dublin

Training auf dem Trainingsplatz des FC Ingolstadt am Audi Sportpark.

Sophia Kleinherne #2, Martina Voss-Tecklenburg (Bundestrainerin), Friederike Kromp (Trainerin DFB U16)

Ingolstadt, 29.11.2020

Foto: Thomas Boecker/DFB
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Mein Weg zur Profifußballerin – Exklusive-Einblicke mit der DFB-U16-Trainerin

Wir stehen im Tunnel. Gleich geht das Spiel los. Die Spielerinnen kommen langsam aus den Kabinen und warten auf die Schiedsrichterinnen, bis sie endlich raus können ins Stadion mit den Zuschauenden und der tollen Atmosphäre.

Als Einlaufmädchen ist es ein anderes Gefühl, das man empfindet, als eine Nationalspielerin in diesem Moment. Es sind zwei völlig unterschiedliche Welten und Personen, die gleich gemeinsam Hand in Hand das Stadion betreten. Die eine ist bereits Nationalspielerin, hat ihr Hobby, das Fußballspielen, zum Beruf gemacht und ist gerade auf bestem Weg, ein weiteres Spiel für die eigene Nation zu bestreiten.

Neben ihr steht ein kleines Mädchen, das zur Schule geht, nachmittags mit Freunden Fußball spielt und gerne mal am Wochenende ein Spiel verfolgt.

Und dennoch verbindet die beiden etwas Besonderes: Beide kennen den Traum, Profifußballerin werden zu wollen. Die eine ist es, die andere wird es.

 

Doch was braucht es, um diesen Traum zu erfüllen? Genügen Freude und Lust am Fußballspielen? Ist es das außergewöhnliche Talent, der Torhunger, der Teamgeist, die Dribbelkunst oder das Durchhaltevermögen?

 

Bei jeder Spielerin mag es eine unterschiedliche Kombination aus all dem sein, die letztendlich den Traum in Realität verwandelt. Doch es gibt kein eine einfache Anleitung, wie zum Beispiel:

„So wirst Du Nationalspielerin und Profifußballerin“

 

Wissen wird man es wohl nie so richtig, aber wir haben eine gefragt, die täglich daran arbeitet, neue Nationalspielerinnen auszubilden, sie auf ihrem persönlichen und sportlichen Weg zu begleiten und ihnen Tipps und Tricks zeigt, um den deutschen Frauenfußball auch in Zukunft erfolgreich zu gestalten.

 

Fritzy Kromp im Exklusiv-Interview: Einblicke in die Jugendarbeit des DFB

 

Friederike „Fritzy“ Kromp ist Trainerin der DFB 17-Juniorinnen. Ab 2013 war sie Co-Trainerin der Juniorinnen, seit 2019 ist sie die verantwortliche Trainerin der jungen Nachwuchsspielerinnen. Auch sie kennt keine exakte Formel für den Weg zur Profifußballerin, aber die Arbeit, die auf und neben dem Platz dahintersteckt, kennt sie so gut wie kaum eine andere.

Nach einer frühen schwerwiegenden Verletzung entschied sich Fritzy für den Trainerinnenjob. 2011 nahm sie als eine von zwei Frauen am Fußball-Lehrer-Lehrgang der Hennes-Weisweiler-Akademie teil und erhielt anschließend die UEFA Pro Lizenz.

Schnell kam sie zum Deutschen Fußball Bund (DFB) und wirkt seither in der Nachwuchsarbeit im deutschen Frauenfußball mit.

 

In diesem Interview erzählt Fritzy von ihren Erfahrungen als Trainerin und ihrer Arbeit beim DFB. Zudem kommen wir auf Fragen, was es für „die erste Trainerin in der Bundesliga“ braucht und wie wichtig Ehrlichkeit und Kommunikation im Leistungssport sind.

 

Flankengöttinnen (FG): Fritzy, Du bist das Sprungbrett für junge Spielerinnen in die Nationalmannschaft. Beim DFB wird alljährlich aussortiert, die Leistung steht im Vordergrund. Wie schwierig ist es, einer Spielerin eine Absage zu vermitteln?

 

Fritzy Kromp (FK): Das ist Teil des Jobs und leider der unschöne. Spaß macht es mir nicht, aber es gehört eben zum Trainerinnenjob dazu.

 

FG: Hast du dafür ein Geheimrezept?

 

FK: Wichtig sind Ehrlichkeit, Respekt und kontinuierliches Feedback, das ganze Jahr über. Nur durch eine stetige und offene Kommunikation können sich die Spielerinnnen weiterentwickeln, wissen, wo sie stehen und werden am Ende nicht überrascht. Für mich spielt auch die persönliche Bindung eine große Rolle. Ich versuche im Laufe unserer Zusammenarbeit ein Vertrauensverhältnis zu meinen Spielerinnen aufzubauen.

 

FG: Das Scheitern gehört wohl oft dazu. Was kannst du Deinen Spielerinnen raten, aber auch kleinen Mädels und Jungs, die noch nicht leistungsorientiert kicken?

 

FK: Jungs und Mädels sollen Spaß am Fußball haben. Das ist die Hauptsache. Große Träume gehören definitiv dazu. Aus meiner Sicht erreichst du deine Ziele nur, wenn du Träume hast. Es gibt keine Sportler*innnen-Karriere, in der es keine Misserfolge gab – die sind wichtig, denn daraus wächst du. Entscheidend ist nur, wie Du damit umgehst und wie Du weitermachst. Immer weitermachen und daraus lernen ist in meinen Augen der Schlüssel.

 

FG: Wie wichtig ist die Zusammenarbeit der Trainerinnen und Spielerinnen mit Teampsycholog*innen?

 

FK: Seit ungefähr zwei Jahren arbeiten wir jetzt in allen Jugendmannschaften des DFB mit Teampsycholog*innen zusammen. Sie sind neutrale Ansprechpersonen, die völlig losgelöst sind von der Bewertungsschiene und damit als unabhängige Vertrauensperson agieren. Die Spielerinnen und wir als Trainer*innenteams schätzen diese Zusammenarbeit sehr. Ältere Nationalspielerinnen berichten mir heute, dass sie es selbst gut gefunden hätten, wenn sie diese Unterstützung in ihrer aktiven Zeit bekommen hätten.

Im Leistungssport ist es schon in jungen Jahren sehr wichtig, die richtigen Tools für eine gute Tagesstruktur oder den richtigen Umgang mit Niederlagen und Kritik zu lernen.

 

Fritzy Kromp: Es ist ein Problem der Entscheidungsträger

 

FG: Es kommen immer mehr Gespräche auf in Richtung „eine Frau als Trainerin einer Herren-Bundesligamannschaft“. In Deinem Lehrgang waren damals u.a. Markus Gisdol oder Thomas Schneider. Der eine trainierte schon Bundesligateams, der andere steht derzeit an der Seite von Jogi Löw bei der Nationalmannschaft. Wäre dieser Weg denn für Dich auch möglich gewesen im Bezug auf die Strukturen, NICHT auf die Leistung?

 

FK: Zutrauen würde ich es mir definitiv, denn wir haben alle die gleiche Ausbildung und mit meinem Studium der Sportwissenschaften bin ich nochmal zusätzlich qualifiziert. Aber das ist leider nur die Theorie.

In der Praxis ist es allerdings so, dass seit meinem Abschluss der Fußball-Lehrer-Lizenz vor zehn Jahren noch kein Bundesligaverein diesen Schritt mit einer Frau gegangen ist.  Mir fallen auf Anhieb mehrere Kolleginnen ein, die aufgrund ihrer Fähigkeiten sofort im professionellen Männerfußball arbeiten könnten. Aus meiner Sicht sollten die Bundesligisten beispielsweise Frauen in den Trainerstab aufnehmen oder verantwortungsvolle Aufgaben in den Nachwuchsleistungszentren geben. Frauen mit solchen Fachkenntnissen gibt es, allerding zu wenige Entscheidungsträger, die sich mit solchen Optionen befassen und Chancen darin sehen. Wir haben aktuell zu wenige Frauen, die in dem Bereich tätig sind oder sein wollen. Viele Spielerinnen gehen auch nach dem Ende ihrer Karriere weg vom Fußball. Daher arbeiten wir daran, mehr Frauen im Fußball zu halten. 

 

FG: Woran machst Du die Entwicklung und die schlechte Stellung des Frauenfußballs in Deutschland fest? Am DFB und den Vereinen oder an der Gesellschaft?

 

FK: Verglichen mit anderen internationalen Verbänden steht der Frauenfußball in Deutschland nicht schlecht da. Es gibt sicherlich Defizite, an denen aber aktuell auf verschiedenen Ebenen mit verschiedenen Institutionen gearbeitet wird Ziel ist es, dass Verbände und Vereine künftig noch enger zusammenarbeiten und gemeinsam den Frauenfußball in Deutschland voranbringen.

 

Ein kleiner Exkurs unsererseits: Katja Kraus, erste weibliche Frau im Vorstand eines Fußball-Bundesligisten, des Hamburger SV (2003 -2011). Die Fußball-Expertin verweist in ihren Sachbüchern auf positive Effekte, wenn Frauen auf Entscheidungsebene, Spielebene und sonstigem miteingebunden werden. In der Gesellschaft gibt es laut Kraus bereits eine Transformation, und diese muss nun von Verbänden und Vereinen mitgetragen und forciert werden. Die Autorin Kraus kann hier gut zitiert werden: „Es gibt zwei Institutionen, die mit aller Kraft versuchen, gegen Frauen in Entscheidungspositionen zu wirken. Das ist die katholische Kirche und der deutsche Fußball.“

 

Deutscher Frauenfußball: Die Spielerinnen fehlen

 FG: Im deutschen Amateur-Frauenfußball gibt es bisher keine A-Jugend, nach der B-Jugend kommt sofort der Frauenbereich. Wie würde eine solche A-Jugend den Frauenfußball verändern?

 FK: Nun, das Problem ist schlichtweg, dass es zu wenige Spielerinnen gibt. Die Masse fehlt für den Spielbetrieb. Ergänzend dazu würde die Einführung einer A-Jugend im Frauenfußball auch einen Systemwechsel in allen Ligen in den Verbänden und Kreisen mit sich bringen. Daher stellt sich für mich eher die Frage, ob die Einführung einer weiteren Liga im U-Bereich den Frauenmannschaften nicht eher schaden würde, da Frauenteams die talentierten Spielerinnen aus der Jugend brauchen. Das zeigt auch der Rückgang der gemeldeten Frauenmannschaften in den vergangenen Jahren. Die Anzahl der aktiven Spielerinnen ist aktuell nicht groß genug, um mit der A-Jugend eine weitere Liga zu etablieren. Alternativ zur Einführung einer A-Jugend wäre aus meiner Sicht die Bildung einer weiteren Frauenmannschaft sinnvoller. Sofern es genug fußballspielende Mädchen und Frauen in einem Verein gibt, könnte ein junges Team erstellt werden, in dem die Spielerinnen aus dem älteren B-Jugend-Jahrgang, den A-Jugend-Jahrgängen und zusätzlich flexibel auch ein paar ältere, erfahrenere Führungsspielerinnen zusammenspielen.

 

Fritzy Kromp: „Du musst besondere Wege gehen, wenn Du oben landen willst“

 „In der Schockstarre der Corona-Zeit“. Der Ball ruht. Der Platz ist leer. Die Spielerinnen fehlen. Das letzte Jahr war eines der schwierigsten für alle, egal in welcher Sportart, Berufsgruppe oder sonstigen Lebensbereichen.  Es ist ein schlimmes Gefühl, den geliebten Fußball nicht ausüben zu können. Es fehlen die täglichen persönlichen Momente mit Freunden und Freundinnen oder den Mitspielerinnen, die abwechslungsreichen Herausforderungen auf dem Fußballplatz und die prägenden Momente des gemeinsamen Verlierens und Siegens. Es fehlt uns allen.

Und auch den Juniorinnen im DFB macht die Corona-Pandemie einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

 

Wir wissen nun, dass es kein Rezept und idealen Weg zur Profifußballerin gibt. Beim DFB, den Verbänden und den Vereinen wird viel getan, um die jungen Spielerinnen auf eine erfolgreiche und professionelle Fußballkarriere vorzubereiten.

Wir haben gelernt, dass vor allem die Rückschläge und schwierige Situationen dazugehören, um stetig zu wachsen und über die eigenen Grenzen hinauszugehen.

 

Doch wie gehen der Deutsche Fußball Bund (DFB), die Trainer*innen und vor allem die Spielerinnen mit der Corona-Krise um? Fritzy Kromp kennt Tipps und Tricks, was es gerade in einer solchen Zeit, in der der Ball ruht und die Plätze leer bleiben, braucht, um weiterhin für den Fußball zu brennen.

 

Im zweiten Teil des Interviews mit Fritzy Kromp, der U 17-Trainerin der Juniorinnen beim DFB, konzentrieren wir uns auf die Juniorinnen, die Frauen-Nationalmannschaft und die Bedeutung der Nachwuchsleistungszentren für den deutschen Frauenfußball.

 

Fritzy Kromp im Exklusiv-Interview: Nachwuchsarbeit beim DFB

 

Flankengöttinnen (FG): Fritzy, gerade in der Coronakrise ist es sehr schwierig für die Spielerinnen, fit und am Ball zu bleiben. Wie managed das der DFB und du auch ganz persönlich?

 

Fritzy Kromp (FK): Es ist seit einem Jahr eine große Herausforderung. Wir versuchen die Spielerinnen in verschiedenen Phasen so gut es geht zu betreuen. Die Zeit nach der Absage der internationalen Turniere war für alle Spielerinnen und Trainerinnen der U-Mannschaften eine große Herausforderung.  Es war ein ständiges Hoffen, eine Hängepartie. Wir hatten täglich Online-Training, Gespräche mit Teampsycholog*innen oder Physio- und Athletik-Einheiten. Dadurch hatten wir etwas, woran wir festhalten und die Anfangszeit der Corona-Pandemie gemeinsam durchstehen konnten.

Inzwischen haben wir das Online-Training eingestellt, weil alle damit durch sind. Wir haben in der gesamten Phase immer wieder neue kreative Lösungen gebraucht, mussten uns immer wieder an die neuen Situationen anpassen.

 

FG: Wie sehr wird man merken, dass den jungen Spielerinnen ein Jahr fehlt?

 

FK: Wir werden es deutlich merken, weil es ein unglaublich wichtiges Jahr in der Entwicklung der Spielerinnen ist. Das Trainingsniveau und die Häufigkeit sowie der Wettbewerb fehlenden Spielerinnen. Es kommt eine große Herausforderung auf uns zu. Es muss neue Zielsetzungen geben. Aber am wichtigsten ist, dass wir den Spielerinnen Zeit geben wieder in den Rhythmus zu kommen.

 

Fritzy Kromp: „Wir müssen mehr Vielfalt leben. Überall.“

 

FG: Kommen wir zu den Nachwuchsleistungszentren (NLZ). Wie wichtig ist die Entwicklung des Vereins und der NLZs für den persönlichen Werdegang der Spielerinnen, auch in finanzieller Hinsicht? 

 

FG: Wichtig wäre, dort mehr zu investieren. Ein tolles Beispiel ist der FC Ingolstadt. Der Verein startet gerade ein Projekt, in dem Juniorinnen in alle Teams integriert werden und Jungs und Mädels zusammenspielen. Wir denken immer, das hilft nur den Juniorinnen, aber die Erfahrung zeigt:  Das hat auch für die Jungs, die Vereinsführung und die Trainer*innen einen Mehrwert. Die Erfahrung zeigt, dass die gemischten Trainingsgruppen einen positiven Effekt auf das Miteinander, die Kommunikation und das gesamte Training- und Lerklima haben. Es können also ALLE davon profitieren.

Wir müssen noch mehr Vielfalt leben. Überall. Auf und neben dem Fußballplatz auch i Aktionen, die über eine Regenbogen-Armbinde oder -Eckfahnen hinausgehen

 FG: Wenn wir nun Jungs und Mädels zusammenspielen lassen. Liegt dort der Schlüssel zum erfolgreichen Frauenfußball?

 

FK: Definitiv. Wir müssen die Parallelstrukturen aufbrechen. Jungs und Mädels müssen so lange wie möglich zusammenspielen können. Die Wichtigkeit, Mädels mehr zu fördern muss ankommen, die Strukturen, wie die NLZs, sind bereits vorhanden. Es muss mehr Bewusstsein bei den Entscheidungsträgern geschaffen werden: Der DFB hat eine gesellschaftliche Verantwortung, nämlich Jungs UND Mädchen zu fördern.

 

FG: Wie wichtig ist es, dass Jungs und Mädels lange zusammenspielen?

 

FK: Die Erfahrung zeigt klar: Wenn du oben ankommen willst, musst du besondere Wege gehen. Das perfekte Beispiel ist Sydney Lohmann. Sie wäre in einer Mädchenmannschaft nicht gefordert gewesen und hätte den Spaß am Fußball verloren. Ich kann mich noch an ihre Spiele erinnern, als wäre es gestern gewesen. Bei den gleichaltrigen Jungs war sie immer eine der besten. Sie hat den üblichen Weg der Talentförderung bestritten. Über den DFB-Stützpunkt und die Regionalauswahl kam sie im Alter von 12 Jahren zu uns in die Landesauswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes. Mit 16 hat sie den Schritt vom leistungsorientierten Juniorenverein SC Fürstenfeldbruck zum FC Bayern in die Frauenabteilung gemacht. Ihr alltägliches Trainingsniveau war also durchgängig leistungsorientiert und fordernd für Sydney. In der Landesauswahl haben wir sie beispielsweise auch mit bis zu zwei Jahre Älteren gefordert, da wir gesehen haben, dass sie es kann aber auch braucht.

Für die Spielerinnen ist ein gutes Trainingsniveau wichtig. Talent ist das eine, aber es braucht auch gute Trainingsbedingungen. Das Umfeld muss so sein, dass das Talent gefördert und gefordert wird, am besten täglich. Da aber bei den Spielerinnen die Masse und somit die Konkurrenz fehlt, langt es nicht, sich täglich mit gleichaltrigen im Heimatverein zu messen, wenn man in die Leistungsspitze will. Deswegen sind so viele Top-Talente im Frauenfußball auch diesen Weg gegangen. Du musst besondere Wege gehen, wenn Du oben landen willst. Das ist in allen Sportarten so.

 

FG: Wir haben Absagen und Verschiebungen von internationalen Turnieren erlebt. Wie wichtig sind die Turniere für den Nachwuchs und den deutschen sowie europäischen Frauenfußball?

 

FK: Diese Turniere sind unglaublich wichtig. Die Spielerinnen entwickeln sich nicht nur fußballerisch, sondern auch persönlich weiter. Das sind wichtige Meilensteine in der Entwicklung ihrer noch jungen Karrieren. Gerade Europa- und Weltmeisterschaften sind besondere Erfahrungen. Profispielerinnen berichten mir heute, dass diese Ereignisse sie das entscheidende Stück weitergebracht haben und für sie wie eine Art Booster war,, denn die Perspektiven und Eindrücke prägen die Spielerinnen. Vor allem die Kultur, die sie dabei kennenlernen. Du siehst dort, was möglich ist, kannst auf der großen Bühne spielen und dich mit den besten Spielerinnen der Welt messen. Das motiviert ungemein, im Alltag nochmal mehr für die großen Ziele zu investieren.

 

Fritzy Kromp über die Zusammenarbeit mit der Bundestrainerin

 

FG: Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit der Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und die enge Verzweigung der U-Mannschaften.

 

FG: Martina und ihr gesamtes Traier*innenteam bringen bringt sich überall sehr stark ein. Sie schauen zum Beispiel im Trainingslager vorbei, um alle kennenzulernen und besuchen, wann immer möglich, auch Länderspiele oder Turniere. Der regelmäßige Austausch unter uns Trainer*innen ist insgesamt sehr eng und sehr gut, das ist ein gelebtes Miteinander und es macht daher viel Spaß, gemeinsam im Team zu arbeiten.  

 

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