Das überraschende Vermächtnis des Christian Seifert

Das überraschende Vermächtnis des Christian Seifert

Eins muss man Christian Seifert lassen: Die Ergebnisse der Taskforce Zukunft Profifußball sind eine Überraschung. Viele hatten vor der Einberufung der Taskforce befürchtet, dass es eine Alibi-Veranstaltung zur Einbindung wichtiger Stakeholder Gruppen werden würde. Nach Vorlage des Ergebnisberichts ( link ) muss man aber anerkennen: Die Ergebnisse der Taskforce lassen viele Unkenrufe leiser klingen. Dass die Ideen und Maßnahmen möglicherweise nicht auf dem Misthaufen der DFL gewachsen sind, sondern in den hervorragend vorbereiteten Think-Tanks der deutschen Fan-Szene ist dabei eine andere Geschichte.

Der Blick in die Fußball-Zukunft 2030 sollte das Herz jedes FC PlayFair-Mitglieds höherschlagen lassen: Dort ist die Rede davon, dass „der Wettbewerb… fair und integer“ sein soll, dass der Profifußball durch „Maßnahmen zur Nachhaltigkeit im Kerngeschäft“ seiner Vorbild-Funktion für „eine inklusive Gesellschaft“ nachkommen soll. Auch der „Schutz der Menschenwürde“ und „faire Arbeitsbedingungen“ haben ihren Weg in die Schlusserklärung gefunden. Die Bindung der Fangruppen an die Vereine durch „partizipative Strukturen“ findet ebenso Erwähnung wie die Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs. Selbst Überlegungen zu Salary Caps und Reglementierungen des Spielerberaterwesens haben es in die lange Liste der Empfehlungen geschafft.

Die schwäbischen Bruddler*innen unter uns werden sicher darauf hinweisen, dass als Zieltermin erst das Jahr 2030 dasteht und dass es sich lediglich um Empfehlungen handelt statt um verbindliche Maßnahmen. Eine Reihe wichtiger Themen (z.B. 50+1) lässt zudem noch einen breiten Interpretationsspielraum zu. Auch fehlen Maßnahmen zur kurzfristigen Reaktion auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie mit leeren Stadien und frustrierten Fans. Bei der kürzlich beschlossenen Neuverteilung der Fernsehgelder wurde durch die DFL eine große Chance vertan, bereits in den nächsten Jahren einen fairen und integren Wettbewerb zu fördern und zu stärken. 

Dennoch ist die Formulierung dieses Zielbilds 2030 für den Profifußball, sowohl in der Tatsache an sich als auch in den Details, eine positive und gelungene Überraschung. Viele Forderungen, die wir als FC PlayFair! für die Fußball-Fans in unserer Analyse aus dem Jahr 2017 aufgestellt haben, finden sich in den Zielen der DFL für 2030 wieder.

Ein ganz großer Dank geht an dieser Stelle an die Fan-Vertretung in der Taskforce Profifußball raus. Liebe Helen, lieber Manuel, Dario, Anna-Maria, Christian und Ramona –  vielen Dank für eure leidenschaftliche, kompetente und engagierte Arbeit in der Taskforce. Dieses Ergebnis wäre ohne euch niemals zu Stande gekommen. Die deutsche Fanszene wird euch für diesen Schritt nach vorne dankbar sein.

Einen herzlichen Dank auch an die vielen FC PlayFair! Mitglieder, die die Arbeitsgruppe Zukunft Profifußball ( https://zukunft-profifussball.de ) in der Vorbereitung so tatkräftig und kompetent unterstütz haben: Danke Emanuel, Stefan, Ron, Flo, Markus, Gregor, Chris und Christian – ihr habt dazu beigetragen, dass die erarbeiteten Konzepte belastbar und gleichzeitig anspruchsvoll genug sind.

Ein Dankeschön geht ebenfalls raus an unseren FC PlayFair! Vereinsbeirat Cem Özdemir: Mit seiner verbalen Kraft und persönlichen Integrität hat er die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt und substanzielle Ergebnisse eingefordert.

Christian Seifert wird die DFL-Führung im nächsten Jahr (2022) abgeben: Wir sind gespannt, wie die Umsetzung seines Vermächtnisses durch seine Nachfolge angegangen wird.

Was bleibt für uns als FC PlayFair! e.V. zu tun? Sorgen wir dafür, dass wir nicht bis 2030 warten müssen! Lasst uns noch engagierter für Integrität und Nachhaltigkeit im Fußball kämpfen.

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